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Willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns, dass Sie unsere Internet-Präsenz besuchen. Als moderner Verein wollen wir Sie gerne auch Online mit Informationen rund um unseren Verein und unser Tätigkeitsfeld versorgen.

Wenn Sie unseren Verein noch gar nicht kennen, und erst im Internet von uns erfahren haben würden wir uns freuen, von Ihnen zu hören! Bitte lassen Sie uns Ihre Wünsche und Fragen wissen, gerne beraten wir Sie ausführlich unter den Kontakten:

Mieterverein Gotha und Umgebung e.V.
Justus-Perthes-Straße 11
99867 Gotha
Telefon: +49 (0) 36 21 / 400 1 84
Fax: +49 (0) 36 21 / 7 333 72
Notfall-Telefon: +49 (0) 172 / 35 7 44 50
E-Mail: Mieterverein.Gotha@t-online.de

Gläubiger-Identifikationsnummer
DE95ZZZ00000189058

Öffnungszeiten

Montag & Dienstag
08:00 bis 16:00 Uhr

Mittwoch
08:00 bis 12:00 Uhr & 13:00 bis 19:00 Uhr

Donnerstag
08:00 bis 14:30 Uhr

Freitag
08:00 bis 12:00 Uhr

(Termine zur Rechtsberatung nur nach Vereinbarung)

Telefonische Rechtsauskünfte für Mitglieder

Montag
12:00 bis 13:00 Uhr,
Herr Güth

Mittwoch
14:00 bis 15:00 Uhr,
Herr Sprang

Aktuelle Informationen im Monat Juni 2016:

Mietermodernisierung

 

Wer in seiner gemieteten Wohnung umbauen oder modernisieren möchte, sollte sich vorab informieren und absichern, rät der DMB-Mieterverein Gotha und Umgebung e.V. Anderenfalls drohen spätestens beim Auszug böse Überraschungen.

 

Alle Modernisierungsarbeiten, die zu Eingriffen in die Bausubstanz des Hauses oder der Wohnung führen, sind nur mit Zustimmung des Vermieters zulässig. Bevor also in eine aufwändige Badsanierung, den Einbau einer zusätzlichen Dusche oder eine Fußbodenerneuerung mit Parkett bzw. Laminat investiert oder eine Gasetagenheizung eingebaut wird, muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Das sogar bei kleineren Baumaßnahmen, wenn zum Beispiel eine Zwischenwand eingezogen, Holzverkleidungen angebracht, Türblätter gekürzt, Sicherheitsschlösser oder Türspione eingebaut werden sollen. Wer ohne Erlaubnis des Vermieters modernisiert, riskiert, dass der Vermieter noch während des Mietverhältnisses die Rückgängigmachung der Baumaßnahme fordert.

 

Wer beim Auszug hofft, er erhalte einen finanziellen Ausgleich für seine Modernisierungsarbeiten und Wohnungsverbesserung, irrt. Für die neue Heizung, das moderne Bad usw. muss der Vermieter nur dann einen Ausgleich zahlen, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde. Die Erlaubnis zur Modernisierung allein reicht hier nicht aus.

Es kann sogar noch schlimmer kommen. Der Vermieter kann den Mieter auffordern, seine Einbauten und Einrichtungen mitzunehmen. Er kann verlangen, dass die Wohnung im ursprünglichen Zustand zurückgegeben wird.

Das bedeutet, der Mieter muss erneut Geld investieren, um den alten Zustand wiederherzustellen, und mit dem ausgebauten Fußbodenbelag oder der Etagenheizung kann er in der neuen Wohnung kaum etwas anfangen. In dieser Situation, so der DMB-Mieterverein Gotha und Umgebung e.V., seien Mieter häufig schon froh, wenn sie ihre Einbauten „kostenlos“ in der Wohnung zurücklassen dürfen.

 

Deshalb sollten Mieter, bevor sie investieren, eine Modernisierungsvereinbarung mit dem Vermieter treffen, in der die einzelnen Mietermodernisierungen genau beschrieben werden, ggf. eine Abwohndauer (Mindestmietzeit) vereinbart wird oder Regelungen zu künftigen Mieterhöhungen vereinbart werden können und natürlich die Entschädigungsfrage beim Auszug zu regeln ist.

Waschmaschine und Trockner

 

Mieter dürfen in ihrer Wohnung eine Waschmaschine und einen Wäschetrockner aufstellen und benutzen. Das gehört nach einer Entscheidung des Landgerichts Freiburg (Az.: 9 S 60/13) zumindest in Neubauten ohne weiteres zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache.

 

Nach Angaben des DMB-Mieterverein Gotha und Umgebung e.V. erklärte das Gericht, Geräusche von Haushaltsmaschinen, wie Waschmaschine oder Trockner, seien von den Mitbewohnern im Haus als „sozialadäquate“ Lärmbeeinträchtigungen hinzunehmen. Das gelte insbesondere dann, wenn die Geräte unter Berücksichtigung der gebotenen Rücksichtnahme, ggf. konkretisiert durch Ruhezeiten in der Hausordnung, benutzt werden.

Die Gefahr von möglichen Schäden, beispielsweise durch Wasseraustritt, sah das Landgericht Freiburg als gering an, zumal Mieter verpflichtet seien, eine „Überwachung“ der Waschmaschine während des Betriebes sicherzustellen.

 

Nach einem Urteil des Amtsgerichts Eschweiler (Az.: 26 C 268/12) darf ein Mieter eine handelsübliche Waschmaschine auch dann in der Wohnung nutzen, wenn dies im Formularmietvertrag untersagt ist, weil im Keller des Mietshauses eine Waschmaschine zur Verfügung steht. Allerdings könne der Vermieter den Betrieb der Waschmaschine aus wichtigem Grund untersagen.

Ein solcher wichtiger Grund liegt nach Informationen des DMB-Mieterverein Gotha und Umgebung e.V. aber dann nicht vor, wenn es in den letzten zweieinhalb Jahren zwar zweimal zu einer Rohrverstopfung gekommen ist, deren Ursachen aber nicht hinreichend geklärt werden konnten.

 

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